Glossar

Das Glossar erklärt dir Begriffe, die auf unserer Lernplattform verwendet werden. 

Alliierte

Als Alliierte bezeichnet man die vier Länder, die sich während des Zweiten Weltkriegs verbündet haben, um die Nationalsozialist*innen zu besiegen. Es waren die Sowjetunion, England, Frankreich und die USA. Diese vier teilten nach Kriegsende das deutsche Gebiet in 4 Besatzungszonen auf.

Antagonismus

Der Begriff Antagonismus beschreibt einen ›unüberbrückbaren Gegensatz‹ und bedeutet wörtlich übersetzt etwa ›gegeneinander kämpfen‹.

antifaschistisch

Antifaschistisch bedeutet "gegen Faschismus und den Nationalsozialismus gerichtet".

Antijüdische Gesetze, Erlasse und Maßnahmen

Ab 1933 erließen die Nationalsozialist*innen diese Maßnahmen. Sie dienten dazu, als Juden*Jüdinnen Verfolgte systematisch aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben auszuschließen, zu diskriminieren sowie zu verfolgen. Bis 1945 traten über 2.000 dieser Gesetze und Verordnungen in Kraft.

Antisemitismus

Damit wird die Feindschaft gegenüber jüdischen oder auch nicht-jüdischen Menschen bezeichnet. Diese zeigt sich zum Beispiel in Form von Beschimpfungen, Erniedrigungen oder sogar in körperlicher Gewalt. Antisemitismus gab es schon vor dem Nationalsozialismus seit tausenden Jahren.

apathisch

Apathisch zu sein bedeutet, nichts mehr zu fühlen, teilnahmslos oder gleichgültig zu sein.

arisch

Die Nationalsozialisten hielten die sogenannten ›Arier‹ für die überlegenste Rasse. Menschen, die für sie nicht der arischen Rasse angehörten, waren für sie weniger wert. Dazu gehörten zum Beispiel Menschen jüdischen Glaubens, Menschen mit Behinderung oder anderer Hautfarbe.

Auschwitz

Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau war der größte Konzentrationslagerkomplex der Nationalsozialist*innen, der ab 1940 im besetzten Polen errichtet wurde. Zwischen 1942–1944 entstanden insgesamt 47 Außenlager des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Zwischen 1940–1945 emordeten die Nationalsozialist*innen dort ca. 1,5 Millionen Menschen systematisch unter anderem durch Gas, medizinische Versuche, Massenerschießungen und schwere körperliche Arbeit. Heute befindet sich auf dem ehemaligen KZ-Gelände eine Gedenkstätte.

BBC

Die BBC (British Broadcasting Corporation) ist eine britische Rundfunkanstalt, die während des Zweiten Weltkrieges eine wertvolle Informationsquelle für viele Menschen war.

Besatzungszone

Nach der deutschen Kapitulation teilten die Alliierten Deutschland in vier Zonen auf, die sie jeweils verwalteten und kontrollierten.

Block

Die Baracken in Konzentrationslagern wurden von der SS ›Block‹ genannt.

Bomber

Ein Bomber ist ein Kampfflugzeug, das mit Fliegerbomben Ziele auf dem Boden angreift.

Bundesverdienstkreuz

Das Bundesverdienstkreuz am Bande wird für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet verliehen.

Chanukka

Chanukka wird zum Andenken an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr./im Jahr 3597 nach jüdischer Zeitrechnung gefeiert, nachdem dieser vorher zerstört worden war. Man nennt Chanukka auch das Tempelweihfest. Dazu wird jeden Abend auf der acht-armigen Chanukka-Menora (ein Kerzenständer) ein Licht angezündet, bis am letzten Abend, dem achten, alle Lichter brennen. Daher kommt auch der Name Lichterfest.

DDR

Abkürzung für Deutsche Demokratische Republik. Ab 1949 gab es im Westen die Bundesrepublik Deutschland (BRD) und im Osten die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Deutschland war somit zweigeteilt.

Deportation

Zwangsverschickung oder Verschleppung von politischen Gegner*innen oder ganzen verfolgten Gruppen. Hier ist die Zwangsverschickung der als Juden*Jüdinnen Verfolgte in Konzentrationslager in Osteuropa gemeint.

Deportationsbescheid

Nachricht über den Zwangstransport von Menschen, die von den Nationalsozialist*innen verfolgt wurden. Sie wurden vor allem in osteuropäische Gebiete transportiert, z.B. in Ghettos oder Konzentrations- und Arbeitslager.

Deutsches Reich

Von der deutschen Reichsgründung 1871 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hieß der deutsche Nationalstaat ›Deutsches Reich‹. Die Staatsgrenzen veränderten sich durch zwei Weltkriege deutlich, sodass das heutige Deutschland und das ›Deutsche Reich‹ sich geografisch sehr stark unterscheiden.

Diphterie

Eine vor allem im Kindesalter auftretende Krankheit der Atemwege, die oft lebensbedrohend verläuft, wenn sie nicht behandelt wird.

Enteignung

Ab 1933 begannen die Nationalsozialist*innen als Juden*Jüdinnen Verfolgte aus dem wirtschaftlichen Leben auszuschließen. Dazu gehörte auch die Enteignung zum Beispiel von Unternehmen, Geld, Wohnungen und Wertgegenständen. Dabei mussten als Juden*Jüdinnen Verfolgte ihre Besitztümer ohne Gegenleistung abgeben oder bekamen nur sehr wenig Geld. Von der Enteignung der als Juden*Jüdinnen Verfolgten profitierte auch die deutsche Mehrheitsgesellschaft, da sie die Besitztümer günstig oder kostenlos kaufen konnten.

Entnazifizierung

Die Entnazifizierung war der Versuch der Alliierten, die nationalsozialistische Ideologie und Einflüsse aus der deutschen Gesellschaft zu entfernen. Dazu gehörten zum Beispiel das Verbot von nationalsozialistischen Gesetzen, Organisationen, Symbolen und Literatur. Ein wichtiger Teil des Prozesses war auch die Überprüfung und Entlassung und/oder Bestrafung von Personen, die an Verbrechen im Nationalsozialismus beteiligt oder von ihm profitiert hatten.

Faschismus

Als Faschismus wurde ursprünglich die politische Bewegung von Benito Mussolini, dem Diktator in Italien, in den 1920er Jahren bezeichnet. Sie war auch für die Nationalsozialist*innen ein Vorbild. Faschistische Bewegungen haben unter anderem folgende Merkmale: Sie sind gegen die Demokratie und gegen Kommunismus. Es gibt nur eine Partei. An der Spitze der Partei gibt es einen ›Führer‹. Die Bewegung vertritt rechtsextreme, rassistische und nationalistische Ansichten.

Gau Saarpfalz

Der Begriff Gau bezeichnet eine bestimmte Region. Der Gau Saarpfalz war eine Verwaltungseinheit der NSDAP. Die Partei teilte das Deutsche Reich 1925 in 33 Gebiete ein, die auch als Wahlkreise fungierten und Gau genannt wurden.

Gestapo

Die Geheime Staatspolizei (Gestapo) war die politische Polizei im nationalsozialistischen Deutschen Reich zwischen 1933 und 1945. Die Gestapo war für die Bekämpfung, Verfolgung und Verhaftung von politischen Gegner*innen und weiteren Verfolgten der Nationalsozialist*innen verantwortlich. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Gestapo auch in den besetzten Gebieten eingesetzt und war aktiv am Holocaust beteiligt.

Ghetto

Als Ghetto wurden abgeschlossene Wohngebiete und Stadtviertel in einer Stadt bezeichnet, in der Juden*Jüdinnen (zum Teil) unter Zwang lebten. Ab 1940 mussten als Juden*Jüdinnen Verfolgte in den besetzten Gebieten in Osteuropa in Ghettos leben. Die Lebensbedingungen in diesen Ghettos waren sehr schlecht. Die Unterbringung von als Juden*Jüdinnen Verfolgten in Ghettos war für die Nationalsozialist*innen nur eine Übergangslösung, um als Juden*Jüdinnen Verfolgte von dort aus in Konzentrations- und Vernichtungslager deportieren zu können.

Halbjüdin

Als sogenannte ›Halbjuden‹ bezeichneten die Nationalsozialist*innen Menschen, die einen nichtjüdischen Elternteil hatten.

Hitlergruß

Der ›Hitlergruß‹ wurde bereits in den 1920er Jahren in nationalsozialistischen Kreisen verwendet.. Dafür wurde der rechte Arm ausgestreckt und dazu zumeist »Heil Hitler« gerufen. Ab 1933 wurde die Begrüßungsformel als ›Deutscher Gruß‹ in der gesamten Gesellschaft durchgesetzt. Wer den ›Deutschen Gruß‹ nicht nutzte, galt als verdächtig und musste mit Konsequenzen (z.B. Verhör durch die Gestapo) rechnen. Heute ist dieser Gruß verboten und wird bestraft.

Hitlerjugend (HJ)

Die Hitlerjugend war ab 1933 die einzige Jugendorganisation im Deutschen Reich. Ziel war es, möglichst alle Kinder und Jugendlichen im Sinne des Nationalsozialismus zu erziehen. Wer nicht Mitglied war, galt als Außenseiter*in und hatte erhebliche Nachteile, z.B. eine Ausbildungsstelle zu finden.

Holocaust

Holocaust ist altgriechisch und bedeutet ›vollständig verbrannt/Brandopfer‹. Der Begriff umfasst die Verfolgung, Deportation und systematische Massenermordung von als Juden*Jüdinnen Verfolgten sowie anderen verfolgten Gruppen zwischen 1933 und 1945.

Illuminaten

Die Illuminaten waren ein Geheimbund, der sich 1776 in Bayern gegründet hat und kurze Zeit später wieder verboten wurde. Bis heute ranken sich viele Verschwörungstheorien und Mythen über das Fortbestehen und Streben nach Weltherrschaft des Geheimbunds.

Infrastrukturmaßnahmen

Text folgt

Josef Stalin

Josef Stalin war von 1927 bis zu seinem Tod 1953 ein Diktator der Sowjetunion.

Joseph Goebbels

Er war einer der engsten Vertrauten Adolf Hitlers. Von 1933 bis 1945 war er Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, auch verkürzt Propagandaminister genannt.

Judenhaus

Ab dem 30. April 1939 mussten als Juden*Jüdinnen Verfolgte ihre eigenen Wohnungen und Häuser verlassen und in ›Judenhäusern‹ oder Sammelwohnungen leben. In ›Judenhäusern‹ wurden die Menschen gezwungen, auf sehr engem Raum miteinander zu leben. Als Juden*Jüdinnen Verfolgte konnten in ›Judenhäusern‹ besser durch die Nationalsozialist*innen bewacht werden und wurden von dort ab 1941 in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert.

judenrein

›Judenrein‹ ist ein antisemitischer Begriff, der ein Gebiet ohne Juden*Jüdinnen beschreibt.

Judenstern

Ein sechszackiger gelber Stern, den als Juden*Jüdinnen Verfolgte ab September 1941 per Gesetz auf ihrer Kleidung festnähen mussten. So sollten als Juden*Jüdinnen Verfolgte besser von der ›arischen‹ Bevölkerung unterschieden werden. Als Juden*Jüdinnen, die sich weigerten, konnten Geld- und Gefängnisstrafen bekommen.

Jüdische Sonderklasse

Als ›jüdische Sonderklasse‹ wurden Klassen an öffentlichen Schulen bezeichnet, in denen ausschließlich jüdische Kindern waren. Das war ein Mittel der nationalsozialistischen Regierung, um die jüdischen Kinder von den nicht-jüdischen Kindern zu trennen und so vermeintlich eine ungestörte nationalsozialistische Erziehung im Klassenverband zu garantieren.

Junge Alternative

Die ›Junge Alternative‹ ist die Jugendorganisation der Partei  ›Alternative für Deutschland‹ (AfD). Die Organisation wird als rechtspopulistisch und rechtsextrem eingestuft.

Kaderakten

Als Kaderakten werden Dokumentensammlungen über jeden Beschäftigten in einem Betrieb in der DDR bezeichnet. In den Kaderakten wurden unter anderem Informationen über den Lebenslauf, Verhaltensweisen und private Einstellungen sowie Beurteilungen gesammelt.

Kapitulation

Kapitulation kommt aus dem Französischen und bedeutet, sich dem Gegner zu ergeben und einen Kampf aufzugeben. Am 8. Mai 1945 wandte sich Hitlers Nachfolger Karl Dönitz mit einer Radioansprache an die deutsche Bevölkerung und gab die Kapitulation des Deutschen Reiches bekannt. Verschiedene Vertreter der Nationalsozialist*innen hatten bereits am 7. Mai 1945 im Hauptquartier der Alliierten in Reims (Frankreich) die Urkunde zur vollständigen Kapitulation der deutschen Armee unterschrieben. Dieser Vorgang wurde am 8. Mai (offiziell am 9. Ma, da es nach Mitternacht war) im sowjetischen Hauptquartier in Berlin wiederholt.

Konzentrationslager

Konzentrationslager (KZ) ist ein Oberbegriff für verschiedene Lagerformen wie Vernichtungs- oder Arbeitslager. Die Nationalsozialist*innen begannen ab 1933 Menschen in Konzentrationslagern gefangen zu nehmen, zu foltern, zu Zwangsarbeit zu nötigen und häufig auch zu töten. Ab 1941 wurden Menschen systematisch in (Vernichtungs-)Lagern ermordet. Zu den Opfern gehören unter anderem als Juden*Jüdinnen Verfolgte, politische Gegner*innen, als Sinti*zze und Rom*nja Verfolgte und Kriegsgefangene.

Krematorium

Ein Krematorium ist eine Anlage zur Verbrennung von Leichen (Einäscherung). Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden Krematorien in Vernichtungslagern wie Auschwitz-Birkenau und Lublin-Majdanek errichtet, um die Leichen der Häftlinge zu verbrennen. Sie waren Teil des industriellen Massenmords während des Zweiten Weltkriegs.

Kreuzzug

Als Kreuzzüge werden die Kriege vom 11. bis 13. Jahrhundert bezeichnet, die von der katholischen Kirche ausgingen und gegen die muslimischen Staaten im Nahen Osten gerichtet waren. Insgesamt gab es sieben Kreuzzüge.

kriegswichtige Industrie

Text folgt

KZ Ravensbrück

Das Konzentrationslager Ravensbrück war das größte Frauen-KZ zur Zeit des Nationalsozialismus. Es wurde 1938/1939 in Brandenburg errichtet.

Lagerstraße

Als Lagerstraße wurde die mittig durch ein Lager verlaufende breite Straße genannt. Seitlich von der Lagerstraße lagen die Wohnblöcke mit Baracken.

Luftschutzkeller

Ein Bunker oder sicherer Raum, in den sich die Menschen während der Bombardierungen gerettet haben.

Luftschutzwart

Eine Person, die sich bei einem Luftangriff darum kümmert, dass alle Menschen sicher in einem Bunker unterkommen. Jede*r Luftschutzwart*Luftschutzwärtin war für einen kleinen Stadtteil zuständig.

Mischehe

Als ›Mischehe‹ wurden bereits seit 1875 Ehen bezeichnet, bei denen die Partner*innen unterschiedlichen Konfessionen angehörten. Die Nationalsozialist*innen legten diesen Begriff rassistisch aus. Ab dem 15. September 1935 waren neue Ehen zwischen als Juden*Jüdinnen Verfolgten und einem*r nichtjüdischen Partner*in verboten.

Mischlinge

Sogenannte ›Mischlinge‹ sind nach nationalsozialistischer Definition Personen von ›teilweise jüdischer Abstammung‹.

Nationalsozialismus

Der Nationalsozialismus ist eine politische Bewegung, die sich im Deutschen Reich nach dem Ende des Ersten Weltkrieges entwickelte. Die Ideologie (Weltanschauung) des Nationalsozialismus ist extrem nationalistisch, antisemitisch, rassistisch und lehnt die Demokratie ab. Als Zeit des Nationalsozialismus wird die Regierungszeit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) von 1933 bis 1945 bezeichnet.

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NDSAP)

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) wurde 1920 in München gegründet. Ab 1921 war Adolf Hitler der Parteivorsitzende. In der Zeit von 1933 bis 1945 war die NSDAP die einzige zugelassene Partei im Deutschen Reich.

Novemberpogrome

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 fanden im ganzen Deutschen Reich gewaltsame Ausschreitungen gegen als Juden*Jüdinnen Verfolgte statt. Dabei wurden über 1.000 jüdische Gebetshäuser (Synagogen) niedergebrannt. Über 26.000 als Juden verfolgte Männer Juden wurden in Konzentrationslager verschleppt. Etwa 1.300 als Juden*Jüdinnen Verfolgte starben während der Pogrome.

Nürnberger Rassengesetze

Ab 1935 erließen die Nationalsozialist*innen Gesetze, die bestimmten, wer jüdisch und wer nicht-jüdisch war. Damit bestimmten sie, dass Juden*Jüdinnen Teil einer eigenen ›Rasse‹ seien. Heute wissen wir, dass es unter Menschen keine unterschiedlichen Rassen gibt. Für Menschen, die als jüdisch eingestuft wurden, hatten die ›Nürnberger Rassengesetze‹ gravierende Folgen: Sie galten nicht mehr als Bürger*innen des Deutschen Reiches. Sie durften ohne Grund verhaftet und in Konzentrationslager gebracht werden. Sie durften keine Nicht-Juden*Jüdinnen mehr heiraten.

Oberin

Als Oberin wird die Leiterin einer kirchlichen Schwesternschaft bezeichnet. Im Krankenhaus zum Beispiel leitet sie den Pflegedienst.

Ostpreußen

Ostpreußen ist eine historische Region an der Ostsee, die im Osten des Staates Preußen lag. Heute gehört ein Großteil der Region zu Polen und ein weiterer Teil zu Russland.

Palästina

Der heutige Staat Israel liegt im Land Palästina. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Antisemitismus in Europa immer stärker, weswegen Juden*Jüdinnen einen jüdischen Staat in Palästina gründen wollten. Diese Bewegung heißt Zionismus. Sie versuchten einen sicheren Ort für Juden*Jüdinnen aufzubauen. Doch das führte zu Konflikten, denn die arabisch-palästinensiche Bevölkerung wollte auch einen unabhängigen Staat gründen. Zwei Bevölkerungsgruppen beanspruchten also dasselbe Gebiet.

Phlegmone

Eine Phlegmone ist eine Krankheit, bei der sich eitrige Entzündungen in den Beinen bilden.

Pogrome

Als Pogrome werden gewalttätige Angriffe auf Menschen oder ihren Besitz verstanden, wenn sie zum Beispiel einer religiösen Minderheitengruppe angehören. Pogrome werden vom Staat geduldet oder sogar unterstützt, wie zum Beispiel die Novemberpogrome in Deutschland im Jahr 1938.

Propaganda

Folgt

Propagandaministerium

Das ›Propagandaministerium‹ war eine Abkürzung für: Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Das Propagandaministerium wurde am 13. März 1933 gegründet. Dieses Ministerium sollte das Gedankengut der Nationalsozialist*innen verbreiten. Dazu hat es vor allem Film, Literatur, Presse, Musik oder Rundfunk genutzt.

Reichskanzler

Reichskanzler war von 1871 bis 1945 die Amtsbezeichnung des deutschen Regierungschefs. Deutschland hieß bis 1945 Deutsches Reich. Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler des Deutschen Reiches ernannt.

Rote Armee

umgangssprachlich auch: »Russische Armee« Als Rote Armee wurde zwischen 1918 bzw. 1922 und 1946 das Heer und die Luftstreitkräfte Sowjetrusslands bzw. der Sowjetunion bezeichnet. Obwohl die Rote Armee nicht alle Teile der verschiedenen Streitkräfte (z.B. nicht die Marine) beinhaltete, wurde sie allgemein als gesamte sowjetische Streitkraft wahrgenommen. Die Rote Armee kämpfte im Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit ihren Verbündeten aus England, Frankreich und den USA gegen die Nationalsozialist*innen.

Rüstungsindustrie

Nötig

Schutzstaffel (SS)

Die ›Schutzstaffel‹ (SS) war eine nationalsozialistische Organisation. Sie war die wichtigste Terror- und Unterdrückungsorganisation im Nationalsozialismus. Unter anderem verwaltete die SS die Konzentrations- und Vernichtungslager, hatte die Kontrolle über die Polizei und war an Kriegsverbrechen beteiligt.

SED

Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) wurde am 21./22. April 1946 unter Druck der sowjetischen Besatzungsmacht durch einen Zusammenschluss der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) gegründet. Die SED beherrschte alle Bereiche in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der DDR.

Selektion

Der Begriff der Selektion meint im Kontext des Nationalsozialismus die Aussortierung von KZ-Häftlingen, die nach Einschätzung der Lagerärzte und -verwaltung nicht mehr zum Arbeitseinsatz fähig waren. Diese Menschen wurden anschließend getötet.

Stammlager

Als Stammlager wird die zentrale Verwaltungsstelle eines Konzentrationslagerkomplexes bezeichnet. Neben dem Stammlager besteht das Konzentrationslager aus weiteren Außenlagern.

Sturmabteilung (SA)

Die ›Sturmabteilung‹ war eine Kampforganisation der NSDAP, die ab Anfang der 1920er Jahre für die Einschüchterung und Bekämpfung vor allem von politischen Gegner*innen zuständig war. Ab 1934 verlor die SA an Bedeutung.

Sündenbock

Als Sündenbock wird jemand bezeichnet, wenn ihm*ihr die Schuld für etwas zugeschoben wird.

Synagoge

Synagogen sind die wichtigsten Gemeindehäuser für Juden*Jüdinnen. Hier wird sich versammelt, gemeinsam gelernt und gebetet. Synagogen sind vergleichbar mit Kirchen im Christentum und Moscheen im Islam.

Thora

Thora kommt aus dem Hebräischen und bedeutet »Gebot« oder »Weisung«. Sie ist eines der wichtigen religiösen Schriftstücke im Judentum und beinhaltet die fünf Bücher Moses sowie viele Vorschriften des Judentums.

Todesmarsch

Als Todesmarsch wird im Kontext des Nationalsozialismus das Marschieren von KZ-Häftlingen bezeichnet, deren Tod in Kauf genommen wird oder sogar das Ziel ist. Die Häftlinge starben durch mangelnde Versorgung oder Gewalt durch die begleitenden SS. Todesmärsche wurden vor allem in der Endphase des Kriegs eingesetzt, um die KZ-Häftlinge aus den Lagern zu treiben und so möglichst keine Beweise für die vorrückenden gegnerischen Truppen zu hinterlassen.

Weihnukka

Weihnukka ist eine Zusammensetzung aus den beiden religiösen Festen Weihnachten und Chanukka. Die Vermischung von Traditionen aus dem christlichen Weihnachtsfest und dem jüdischen Chanukkafest wurde von säkularen (nicht-religiösen) Juden*Jüdinnen im 19. Jahrhundert in Deutschland entwickelt.

Wiedervereinigung

Als (deutsche) Wiedervereinigung wird der Prozess zwischen 1989 und 1990 verstanden, der zum Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zur Bundesrepublik Deutschland führte. Mit dem am 3. Oktober 1990 in Kraft tretenden Einigungsvertrag war die Wiedervereinigung offiziell beendet.

Zeitzeug*innen

Menschen, die bestimmte Ereignisse miterlebt haben, nennt man Zeitzeug*innen. Sie erzählen, wie sie diese Zeit erlebt haben.

Zionismus

Zionismus ist eine Ende des 19. Jahrhunderts entstandene jüdische Bewegung. Das wichtigste Ziel der zionistischen Bewegung war die Gründung eines selbstständigen jüdischen Staates in Palästina.

Zweitzeug*in

Zweitzeug*innen erzählen die Geschichte einer Zeitzeug*in weiter – also einer Person, die eine Zeit in der Geschichte miterlebt hat und über die Verhältnisse von damals Auskunft geben kann. Sie sind zweite Zeug*innen diese Person, damit ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten.

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