ZWEITZEUGEN-AG verbindet lokale Erinnerungsarbeit mit kreativen Storys

In der ZWEITZEUGEN-AG an der Gesamtschule Rosenhöhe in Bielefeld setzten sich Schüler*innen der 9. Klasse über mehrere Projekttage hinweg mit der Geschichte von Menschen auseinander, die während der NS-Zeit in ihrer eigenen Stadt verfolgt wurden. Ausgehend von den Stolpersteinen im Stadtteil – für deren Pflege die Schule verantwortlich ist – lernten die Jugendlichen die Biografien hinter den Messingsteinen kennen und entwickelten daraus eigene Formen der Erinnerung.

Zu Beginn beschäftigten sich die Jugendlichen mit unterschiedlichen Verfolgtengruppen im Nationalsozialismus, insbesondere mit der Verfolgung von Jüdinnen*Juden sowie von Sint*izze und Rom*nja. Anschließend arbeiteten sie mit lokalen Quellen zu konkreten Biografien aus Bielefeld. Schritt für Schritt entwickelten die Schüler*innen daraus eigene kreative Geschichten – mal als erzählender Text, mal als Graphic Story.

Im Mittelpunkt standen die Lebensgeschichten der Familien Albersheim, Friedmann sowie Weiß, Stein und Wagner, deren Schicksale heute durch Stolpersteine in Bielefeld erinnert werden. Durch ihre eigenen Arbeiten machten die Jugendlichen sichtbar, dass hinter jedem Stolperstein ein Mensch mit einer Geschichte steht – und dass Erinnerungskultur davon lebt, dass diese Geschichten weitergetragen werden.

Die Ergebnisse der AG – Text- und Graphic Storys zu Bielefelder Verfolgungsgeschichten – könnt ihr hier lesen und sehen:

Adalbert Weiss Lotte Rosalie FriedmannRuth Albersheim

Ein besonderer Dank gilt der Gesamtschule Rosenhöhe, insbesondere dem Sozialarbeiter Jan Philip Ostkamp und seinem Kollegen Sven Ottenstroer, für die engagierte Zusammenarbeit. Ebenso bedanken wir uns beim WDR-Projekt ›Stolpersteine NRW‹ für die inhaltliche Begleitung sowie bei der lokalen Stolperstein-Initiative in Bielefeld und Christine Biermann für ihre Unterstützung und Expertise zu den lokalen Biografien.

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